Alles ist verbunden.

Wir vergessen oftmals etwas entscheidend Wichtiges. Alles ist verbunden. Auf eine Art und Weise, die unseren menschlichen Verstand sehr schnell überfordern kann. Jede noch so kleine Handlung hat einen Einfluss auf das gesamte System. Wir sagen uns so oft: Ich kann ja gar nichts machen. Was bringt das schon, wenn ich etwas verändere, aber Millionen andere machen weiter dasselbe? Ändern tut sich eh nichts. Dies sind alles Worte des Gefühls der eigenen Ohnmacht, des sich klein und unbedeutend Empfindens oder einfach nur eine Ausrede, um nicht in Aktion zu kommen, um alles so zu lassen wie es ist.

 

Ich jedoch sage: Du bist grösser als du denkst. Du kannst mehr erreichen, als du der Meinung bist. Dazu bedarf es nur winzig kleiner Schritte.

FANG BEI DIR SELBST AN!

Und zwar nur dort, ohne dir erst einmal Gedanken über das grosse Ganze zu machen. Du wirst dich wundern, wie sehr sich in deinem Umfeld anfangen, Dinge zu verändern. Selbst wenn du das am Anfang gar nicht mitbekommst. Eine kleine fiktive Geschichte dazu:

 

Möglichkeit 1:

Du bist abgehetzt. Du willst direkt nach einem super stressigen, nervenaufreibenden Tag zu dir nach Hause fahren, wo noch weitere Arbeit auf dich wartet. Auf einmal fällt dir ein, dass du noch dringend Einkaufen musst, etwas Wichtiges fehlt dir. Auch das noch. Du bist eh schon so spät dran, da du wieder einmal Überstunden geleistet hast. Und jetzt noch in diesen blöden Supermarkt mit all den angepissten Gesichtern, denen es ähnlich geht wie dir. Du hetzt durch die Reihen, zwischen anderen angenervten Einkäufern hindurch und stellst dich an die riesen Schlange an der einzig offenen Kasse an. Das kann doch nicht wahr sein. Dir reisst der Geduldsfaden, du schreist über die Köpfe der Leute zur Kassiererin: "Kann hier nicht mal jemand endlich eine zweite Kasse öffnen, das ist ja nicht zum Aushalten, schafft den hier keiner richtig." Endlich bist du dran. Du bist zwischenzeitlich so geladen, dass du, als du nach gefühlten 30 Minuten dran bist sofort die Kassiererin rund machst. Sie hat überhaupt keine Chance zu Wort zu kommen. "So, der habe ichs aber gezeigt" denkst du, nachdem du deinem Unmut Luft gemacht hast. Die Tränen, die sich der Verkäuferin in den Augen bilden schenkst du nicht die geringste Beachtung. Dir geht es etwas besser und du machst dich auf dem Heimweg. Damit ist für dich die ganze Angelegenheit auch schon vergessen.

 

Was du jedoch nicht mehr mitbekommst:

Die Kassiererin war hochschwanger, was dir überhaupt nicht aufgefallen ist. Sie hatte heute ihren letzten Tag vor ihrem Schwangerschaftsurlaub. Den ganzen Tag schon ist es ihr überhaupt nicht gut gegangen. Ihr ältester Sohn der immer und immer wieder in der Schule gemopt wurde, hat sich vor einem halben Jahr erst umgebracht. In der Firma hat das niemand interessiert, eher das Gegenteil. Nach einer kurzen Auszeit wurde ihr klargemacht: Entweder du leistest bald wieder deine Arbeit oder du bist draussen. Zum Kämpfen hatte sie keine Kraft mehr, sie konnte sich nicht mehr wehren. Also hat sie weitergemacht. Bis heute. Durchgehalten. Und dann, fast im letzten Moment ihres vorläufigen Arbeitslebens in diesem Job, kommt diese angenervte Person und macht sie so dermassen rund. Sie kann einfach nicht mehr. Sie bricht zusammen. Sie packt ihre Sachen und geht. Nicht darauf achtend, dass ihre Kollegen ihr hinterherrufen, dass das so nicht geht. Am Ausgang erwischt sie noch der ungehaltene Chef, versucht sie am Arm festzuhalten und aufzuhalten. Sie reisst sich los. "Nur noch raus", denkt sie unter Tränen. Ihr Auto hat sie eine Strasse weiter geparkt. Tränen laufen ihr über das Gesicht, der Blick ist gesenkt. Sie nimmt nicht mehr wahr, wie ein LKW sie frontal erwischt, als sie völlig in ihrem Schmerz versunken über die Strasse läuft. Sie hat keine Chance mehr. Sie ist sofort tot. Im selben Moment hört auch das kleine Herz ihres ungeborenen Kindes auf zu schlagen. Wer weiss, was für ein Mensch das geworden wäre. Das kann nun keiner mehr sagen.

Tage später steht nur ein kleiner Artikel in der Zeitung. Unachtsame werdende Mutter bei einem LKW Unfall ums Leben gekommen. Der LKW Fahrer ist zur Zeit in psychatrischer Behandlung und wird seinen Beruf wahrscheinlich nicht mehr ausüben können..................

 

Du meinst diese Geschichte ist Blödsinn. So oder auch anders spielt sie sich jeden Tag tausendfach auf unserem Planeten ab. Nur bekommen wir davon in der Regel nichts mit.

 

So nun Möglichkeit 2:

Du bist abgehetzt. Du willst direkt nach einem super stressigen, nervenaufreibenden Tag zu dir nach Hause fahren, wo noch weitere Arbeit auf dich wartet. Auf einmal fällt dir ein, dass du noch dringend Einkaufen musst, etwas Wichtiges fehlt dir. Auch das noch. Du bist eh schon so spät dran, da du wieder einmal Überstunden geleistet hast. Und jetzt noch in diesen blöden Supermarkt mit all den angepissten Gesichtern, denen es ähnlich geht wie dir. Du hetzt durch die Reihen, zwischen anderen angenervten Einkäufern hindurch und stellst dich an die riesen Schlange an der einzig offenen Kasse an. Das kann doch nicht wahr sein. Dir reisst der Geduldsfaden, du willst über die Köpfe der Leute zur Kassiererin schreien: "Kann hier nicht mal jemand endlich eine zweite Kasse öffnen, das ist ja nicht zum Aushalten, schafft den hier keiner richtig."

Aber auf einmal besinnst du dich. Dir geht ein Gedanke durch den Kopf: " Die kann ja gar nichts dazu, die ist sicher genau so gestresst und fertig wie ich." Du fängst sie an zu beobachten. Du registrierst, dass sie, nach ihrem Bauchumfang zu schliessen, hochschwanger auf diesem unbequemen Kassiererdrehstuhl hocken muss. "Arme Frau" denkst du. Jetzt bist du dran. Freundlich schaust du ihr in ihre Augen und sagst mit einem Lächeln: " Na, wann ist es denn soweit? Sie sind sicher froh, wenn dieser Arbeitstag für sie zu Ende ist und sie sich gemütlich zu Hause ausruhen können." Ein freundlicher Blick des sich Angenommen-Fühlens erwidert deine Worte. Du spürst Dankbarkeit. Alleine dieses Gefühl in den Augen einer dir eigentlich fremden Person, ausgelöst durch dich, durch dein aufmerksames und achtsames Verhalten, lässt dich anfangen zu strahlen. Besser gelaunt kannst du nun auf deinen Nachhauseweg machen.

Was du jedoch nicht mehr mitbekommst:

 

Einige Monate später entbindet genau diese Frau ein gesundes Mädchen. Im laufe der nächsten Jahre stellt sich heraus , dass dieses Kind hochbegabt ist. Im Alter von erst 19 Jahren hat sie bereits ihren Doktor in Sozialwissenschaften und auch in Biologie gemacht. Sie hat eine bahnbrechende Zukunft vor sich und ist treibende Kraft in der Erforschung und Entwicklung von 'biosozialen Systemen'. Ein Begriff, welcher erst in der Zukunft entstehen wird und durch dessen weitere Erforschuneng und Umsetzungen auf diesem Gebiet der gesamten Menschheit sich neue, bessere und umweltverträgliche Perspektiven zum Leben auf diesem Planeten ermöglichen.

 

Diese Geschichte dient nur der Möglichkeit dir verständlich zu machen wie sehr du mit allem verbunden bist. Und wieviel Kraft und Macht du als einzelnes Individuum besitzt.

 

In diesem Sinne wünsche ich dir ein stets verbundenes Leben.

Edwin Ehrlich

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Kommentare: 1
  • #1

    Gabriele (Dienstag, 27 Januar 2015 13:38)

    Lieber Edwin,
    dein Beispielt gefällt mir sehr gut :-)
    Es zeigt auf, wie weitreichende Auswirkungen unser eigenes Handeln haben. Ich finde, bei deinem Beispiel wird auch gut aufgezeigt, dass wir jederzeit die Möglichkeit haben, uns zu entscheiden: Im Sinne des Gesamtverbundes zu handeln, oder im Sinne des evt. ärgerlichen Egos zu handeln....
    Jaaa, wir sind alle miteinander verbunden - und letztendlich liegt es in unserer Hand, Samen der Liebe auszusähen....
    Herzlichen Dank für deine tollen Zeilen!!
    Viele liebe Grüße, Gabriele

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