-------------------------------------   Zehn Jahre   ------------------------------------

                        2005                                                                 2015

 

Zehn Jahre

 

Zehn Jahre sind es nun schon her, 
die Haare auf dem Kopf waren damals noch mehr.
Verliebt waren wir und alles war neu,
zum Glück waren wir beide gar nicht scheu.

Du buchtest einen Flug nach Cornwall ans Meer,
spontan und ohne langes Hin und Her.
vier Wochen später, wir kannten uns kaum,
saßen wir schon im Flieger, es war wie ein Traum.

Wir gingen durch Zeiten, so heftig und hart,
sehnten uns nach den Tagen, die waren so zart,
fanden keinen Weg zum friedlichen Zusammen,
das Verliebt Sein von damals konnte nicht mehr entflammen.

Dann kam der Tag von der Beziehung erstickt,
ich ging auf Reisen, ich war ganz schön verrückt.
Ich ging meinen Weg und du gingst den Deinen,
das war wohl das Ende, das könnte man meinen.

Für mich war der Weg zusammen endgültig vorbei,
ich machte mein Ding und fühlte mich frei.
Ich lebte mein Leben woanders, fast ein halbes Jahr,
klärte wichtige Dinge, dann wurde mir klar:

Mit dir zusammen, das konnte nicht sein,
ohne dich jedoch fühlte ich mich einfach allein.
Also probierten wir es wie in einer WG,
klar dass das schief ging, das tat Beiden weh.

Uns wurde schnell klar, so geht es nicht weiter,
ich zog aus, unsere Gemüter nicht mehr so heiter.
Diesmal kein Kontakt, kein Anrufen, nie mehr,
das nahmen wir uns vor, und doch war es sehr schwer.

Es verging eine Weile, doch die Liebe saß tief,
bis wieder der Eine den Anderen anrief.
Aus Anrufen wurde Sehen, aus Sehen mehr Kontakt
so langsam wurde die Entfremdung geknackt.

Die Gespräche gingen tiefer, es war bald schon klar,
wir konnten nur zusammen, wir wurden wieder ein Paar.
Was der Eine kaum dachte, sprach der Andere schon aus,
eine Verbundenheit so innig, wir zogen zusammen in ein Haus.

Wir wussten, nur zusammen können wir leben,
immer wieder blieben wir aneinander kleben.
Der Eine des Anderen Spiegel und Meister,
wer weiß, vielleicht beschützen uns liebende Geister.

So fassten wir den Plan, den Bund noch zu stärken,
wir ließen einen Termin auch schon baldigst vormerken.
Der 21.12.2012 sollte es sein,
Da wurde ich der Deine und Du wurdest Mein.

Manche sagten, an diesem Tag geht die Welt den Bach runter,
so sagens die Mayas, doch die sind der Erde längst drunter.
„den Tag der Erneuerung“, so nannten wir diesen Tag,
es war uns egal, ob ihn jemand anderes nicht mag.

Wir feierten ein Fest von morgens bis tief in die Nacht,
die Welt drehte sich weiter, wer hätte es gedacht.
Nun waren wir ein Paar, ganz offiziell,
manch Einem ging das sicher zu schnell.

Drei Jahre ist dies fast her, kennen tun wir uns schon zehn.
so alles am Anderen können wir immer noch nicht verstehen.
Wir lernen voneinander, gehen weiter unseren Weg,
manchmal in Fülle, ab und an nur ein dünner Steg.

Keiner von uns weiß wirklich, was noch kommen wird,
wer sowas behauptet, der einfach nur irrt.
Wir gehen den Weg zusammen und auch jeder für sich allein,
wer das nicht versteht, der kann uns besuchen im Mondschein.

So sind die zehn Jahre nun in Kürze erzählt,
wir Beide sind es, die uns haben gewählt.
So wollen wir wachsen zusammen und auch alleine,
vielleicht im Grab nebeneinander irgendwann unsere Gebeine.

Für den Moment hört das Gedicht an dieser Stelle nun auf,
wie unsere Liebe weitergeht, da bin ich gespannt drauf.
In zehn Jahren dann erzähl ich dir weiter,
Dann werden es zwanzig Jahre sein, auf unserer Eheleiter.

© Edwin Ehrlich, 18.06.2015


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